Tengis Kasch, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Berlin, Neukölln

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08.06.2012 Inkontinenz 20 Jahre nach der Entbindung

Harninkontinenz nach der Geburt

Das Risiko, harninkontinent zu werden, ist nach einer vaginalen Entbindung um 67-71 % im Vergleich zu einer Kaiserschnittentbindung erhöht. Gleichzeitig ist nach einer natürlichen Entbindung im Vergleich zur Sectio das Risiko, länger als 10 Jahre inkontinent zu sein, nahezu verdreifacht. Das ist das Ergebnis einer schwedischen Beobachtungsstudie zur Frage Inkontinenz und Geburtsmodus. Eine Kohorte von 5236 Frauen, die zwischen 1986 und 1988 in Schweden als Erstgebärende von einem Kind entbunden worden waren, war 20 Jahre später befragt worden (Rücklauf 65,2 %). 

Außer den Unterschieden zwischen Sectio und vaginaler Entbindung, machte es im Hinblick auf die Inkontinenz keinen Unterschied, ob der Kaiserschnitt elektiv vorgenommen wurde, oder es eine Indikation gab. Übergewicht erwies sich als ein Hauptrisikofaktor für Inkontinenzentwicklung und erhöhte unabhängig vom Geburtsmodus das Inkontinenzrisiko (ab einem BMI von 25) um 8 % je BMI Einheit. Das Alter der Frau erwies sich ebenfalls als Risikofaktor, die Prävalenz einer Inkontinenz stieg (ab dem 23. Lebensjahr) pro Lebensjahr um 3 %. 


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Wegbeschreibung

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im Ärztehaus
Karl-Marx-Str. 80
12043 Berlin
  • Fahrstuhl
  • Behindertengerechter Zugang
  • Parkplätze vorhanden

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

U7, Bus 104 + 194
direkt am U-Bhf. Rathaus Neukölln

Anfahrt mit PKW:

Vom Zentrum über Hermannplatz
Parkplätze sind ausreichend im Forum Neukölln vorhanden